Feueralarm in Flüchtlingsunterkunft

Zu einem Feuer wurden am Donnerstag, den 06.06.2017 um 19:25 Uhr mit dem Stichwort „Feuer 2 - Piept Rauchmelder Flüchtlingsunterkunft“ die Feuerwehren aus Tötensen und Leversen-Sieversen sowie ein Rettungswagen durch die Rettungsleistelle des Landkreises Harburg in Winsen alarmiert. 

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle piepten in mehreren Wohneinheiten die vernetzten Rauchwarnmelder der Unterkunft. Zugang zur Brandmeldeanlage der Unterkunft bestand für die Feuerwehr nicht. Für eine erste Erkundung und Gefahreneinschätzung wurden alle zugänglichen Einheiten über den Hausflur oder per Steckleiter kontrolliert. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde über mehrere Notrufnummern des Betreibers versucht einen Ansprechpartner zu erreichen. Leider ohne Erfolg. 

Im Anschluss der gescheiterten Kontaktaufnahme mit dem Betreiber wurde das Hausmeisterbüro gewaltsam geöffnet. Damit wurde der Feuerwehr Zugang zur Brandmeldeanlage verschafft, die auslösende Wohneinheit ermittelt und der Alarm wurde stumm geschaltet. Da die Bewohner der betroffenen Wohneinheit die Tür ebenfalls nicht öffneten, wurde sich auch hier gewaltsam Zugang mit Hilfe von Brechwerkzeugen verschafft. Beim Kontrollieren der Wohneinheit wurde ein demontierter Rauchmelder vorgefunden, jedoch kein Feuer festgestellt. Die Bewohner konnten nicht angetroffen werden, so dass die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde.

Die Feuerwehr Tötensen war für eine Stunde mit 11 Kameraden im Einsatz. Insgesamt waren 23 Einsatzkräfte eingesetzt.

Einsatzgeschehen am 22.06.2017

Einsatz 1: Ausgelöste Brandmeldeanlage Krankenhaus Ginsterhof

Einsatz 2: Baum auf Straße in Westerhof

Einsatz 3: Baum auf Straße Hamburger Str. Ri. Harburg

Einsatz 4: Baum auf Straße BAB 261 Ri. Hamburg

Einsatz 5: Unwetterschaden Im Grund

Einsatz 6: Feuer im Gebäude / Küchenbrand Westerhofer Str.

 

Die Freiwilligen Feuerwehren Tötensen und Leversen-Sieversen übten gestern den Ernstfall in der Flüchtlingsunterkunft Tötensen  

Sirenenalarm zum Feierabend: Gestern Abend ertönte um 19:15 Uhr in Rosengarten-Tötensen die Sirene. In der Flüchtlingsunterkunft Hamburger Straße hatte die interne Brandmeldeanlage mal wieder ausgelöst. Die Freiwilligen Feuerwehren Tötensen und Leversen-Sieversen war alarmiert und mit 25 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen ausgerückt. Vor Ort stellten die herangeeilten ehrenamtlichen  Feuerwehrleute jedoch schnell und erleichtert fest: Hier geht es um eine Übung und die Gelegenheit, den Einsatz so realitätsnah wie möglich zu proben.

„Da bei einigen Bewohner durch die Fehlalarme der letzten Monate schon ein gewisser Gewöhnungseffekt eingetreten ist, hatten wir uns entschlossen, eine möglichst realitätsnahe Übung im Objekt durchzuführen, um sie erneut zu sensibilisieren“, erläutert Torsten Lange, stellvertretender Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Tötensen das Konzept.  Damit die Übung für alle beteiligten Einsatzkräfte und Bewohner möglichst realitätsnah schien, wurde in einem Kellerraum eine Nebelmaschine aufgebaut, die Keller und Treppenhaus vernebelte und die Brandmeldeanlage auslöste. Simuliert wurde damit als Ursache: Brand nach technischem Defekt in der Waschküche.

Der Landkreis Harburg ebenso wie der Betreiber Human Care waren mit eigenen Mitarbeitern anwesend, die sich vor Ort ein realistisches Bild der Einsatzlage verschaffen konnten. „Ich bin sehr beeindruckt über Ihren professionellen Einsatz und denke, dass wir mit dieser Übung gelernt haben, worauf wir künftig noch besser achten“, sagte Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales. Vor allem die Rufbereitschaft ist dabei ein kritischer Punkt, um die Brandmeldeanlage bei Fehlalarm schnell zurücksetzen zu können. Dafür hat der Betreiber Human Care allerdings schon eine Lösung gefunden, die schnelle Reaktionen ermöglicht. Unter den Schaulustigen waren neben rund 30 Bewohnern und einigen Nachbarn auch ehrenamtliche Flüchtlingsbetreuer der Gemeinde, die den Bewohnern die Übungssituation vermitteln konnten und sie zur Mitwirkung motivierten.

„Aus Sicht der Feuerwehr konnten wir Schwachpunkte aufdecken, die wir in unserer Stationsausbildung weiter vertiefen werden“, ergänzt Brandmeister Torsten Lange. „Auch die Reaktion der Bewohner war gut. Wir haben mit der Übung gezeigt, dass die Freiwillige Feuerwehr die Lage hier schlagkräftig und professionell in den Griff bekommt.“
„Der Landkreis begrüßt das große Engagement der freiwilligen Feuerwehren und dankt allen Beteiligten für Ihren großartigen Einsatz“, so das Resümee von Reiner Kaminski nach der erfolgreich abgeschlossenen Übung.

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Text und Bilder: Johannes Freudewald, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Landkreis Harburg